Learn How To DIY

(Christoph Bornschein von TLGG)
DIY – do it yourself ist zum Buzzword der gesamten Medien- und Kreativwirtschaft geworden. Im Zuge der Digitalisierung und dem einhergehenden Shift zur Kultur des Selbermachens haben sich Produktionsprozesse, Vermarktungsstrategien aber auch Rezeptionshaltung und Erwartungen der Nutzer und Kunden entscheidend verändert.
Perfekt durchgestylte PR- und Marketing-Kampagnen werden ersetzt durch Testimonials: Man selbst ist das Gesicht seines Produkts. Die eigene Kredibilität die wichtigste Ressource. Aber auch der Vertrieb der eigenen Inhalte muss nicht länger durch „Zwischenhändler“ gelöst werden.
Im Workshopstrang DIY leiten erfolgreiche Künstler, Plattform-Betreiber und Experten für digitale Strategien entlang der gesamten Wertschöpfungskette des modernen Kreativen:
Kreatives Potential, Creative Thinking und Graphic Recording
Am Anfang steht immer die gute Idee. Unter welchen Bedingungen sie entsteht, und wie kreative Denkprozesse und Ideation erfolgreich angestoßen werden können, das erklären Frank Spitthöver von kommweit („Unser kreatives Potential ist unerschöpflich“) und Joe Woods, Gründer des New World Center for New Thinking („Creative Thinking“).
Ist die Idee einmal da, gilt es, sie überzeugend darstellen zu können. Die visuelle Wahrnehmung steht beim Menschen an erster Stelle der Informationsaufnahme. Mit Bildern können wir Struktur schaffen, Probleme lösen und neue Ideen entwickeln. Damit man beim Brainstorming auf bessere Ideen kommt und am Ende ein grafisches Protokoll in der Hand hält, zeigt Anna-Lena Schiller („Visualize your business/idea“) wie man pointiert zeichnet.Teilnehmer visualisieren in diesem Workshop ihr eigenes Kompetenzprofil oder ihr Geschäftsmodell.
DIY im Netz
Nicht nur Lady Gaga weiß: wer heute als Künstler erfolgreich sein und sich eine Fanbase aufbauen möchte, sollte sich lieber schleunigst mit Kommunikation und Verbreitungsmechanismen im Netz befassen. Christoph Bornschein, Gründer der Berliner Erfolgsagentur TLGG gibt eine Einführung in den Kosmos „soziale Netzwerke“.
Online-Videoportale wie youtube und Vimeo sind wichtige PR- und Marketing-Kanäle für Kreative. Der „Videopunk“ und Veranstalter der Deutschen Webvideotage, Markus Hündgen, zeigt best practice Beispiele erfolgreicher Webvideo-Formate und Kanäle. Die Teilnehmer seines zweiteiligen Workshops „Webvideo“ können sich außerdem einmal selbst an der Pocket-Kamera versuchen. Mit etwas Glück gewinnen sie auch gleich ein Panasonic Modell.
(Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung unter mh@videopunks.de)

(Anda Corrie von etsy)
Für den Vertrieb kreativer Inhalte und Produkte werden Online-Shopsysteme zunehmend wichtiger. Auf etsy.com vertreiben Millionen Nutzer selbstgemachte Produkte.
Community Director Anda Corrie erklärt im Workshop „Taking your creative business online“, wie man einen eigenen Online-Shop erstellt und gibt wertvolle Tipps zur Preisgestaltung, Produktfotografie und Promotion.
Wie man mit der Unterstützung einer Community die konventionellen Strukturen von Verlagen umgehen kann, erklären die Autoren Christian Jakubetz und Markus Hündgen anhand ihrer Veröffentlichung “Universalcode”, dem ersten Buch in Deutschland, das auf der Basis von Vorbestellungen entstanden ist. Dazu braucht es: viel Netzwerk, viel Community, ständige Kommunikation und permanente Transparenz.
Chancen und Grenzen von DIY
DIY wird als Strategie und Chance für Musiker und allgemein in der Content-Wirtschaft viel diskutiert. IIm Workshop Do-It-Yourself / Do-It-Together – Chancen und Grenzen neuer Arbeitsstrukturen für Musiker fragen Andrea Goetzke und Wolfgang Senges von a2n, ob DIY die neue Mainstream-Strategie der Musikwirtschaft wird. Damit eng verbunden ist die Frage nach der Rolle des Musikers in der Gesellschaft. Ist die Musikbranche rein wirtschaftlich organisiert möglich? Wie sind die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen von Künstlern und Kreativen vertreten? (Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung unter goetzke@a-2-n.de)